Arbeitsvertrag

Jede Arbeitnehmerin, jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag. 

Lehrerinnen und Lehrer HSK werden meistens im Stundenlohn bezahlt. Auf diesen Lohn müssen – mit wenigen Ausnahmen – Lohnnebenkosten bezahlt werden. 

Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen in der Schweiz eine Arbeitsbewilligung, Ausnahme sind Personen mit C-Bewilligung.

Arbeitsverträge für Mitarbeitende werden von den Vereinen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gemäss Art. 319ff des Obligationenrechts (OR) ausgestaltet. In der Regel erhalten die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Koordinatorinnen und Koordinatoren einen Einzelarbeitsvertrag (einen Modellvertrag finden Sie HIER). 

Die Anstellung erfolgt bei Elternvereinen HSK in der Regel im Stundenlohn, da der Unterricht meist nur wenige Lektionen in der Woche umfasst. Darüber hinaus gibt es mögliche weitere Aufgaben wie Informations- und Beratungsarbeit, Mithilfe bei der Organisation und Durchführung von Vereinsanlässen, Teilnahme an Sitzungen und Weiterbildungen sowie Elternarbeit. Alle im Rahmen des Arbeitsverhältnisses zu erbringenden Leistungen sollten schriftlich festgelegt werden. 

Einige Organisationen haben eine Vertragsvorlage für Mitarbeitende im Stundenlohn und zusätzliche Regelungen und Vereinbarungen, die die Rechte und Pflichten schriftlich im Detail festlegen (siehe zweite Seite des Modellvertrags). Das Zusatzreglement ist Bestandteil des Arbeitsvertrages. Darüber hinaus kann es spezifische Regelungen für den Unterricht HSK und Spesenreglemente geben, die ebenfalls Bestandteil des Arbeitsvertrages sind. Die Art und Weise der Spesenabgeltung muss ausgewiesen sein, sei es per Reglement oder als gesonderter Vertragspunkt. Alle genannten Reglemente können sowohl einzeln in den Arbeitsvertrag eingehen als auch zu einem Vertrag zusammengefasst werden.

Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben, was in einem Arbeitsvertrag geregelt sein muss. Folgende Angaben sind in einem Einzelarbeitsvertrag in einem Elternverein HSK üblich:

  • Aufgabenbereich / Funktion
  • Arbeitsbeginn / Einsatzdauer (in der Regel ein Schuljahr)
  • Arbeitspensum
  • Spesen
  • Entschädigung (Grundlohn, Abzüge: AHV/IV/EO, ALV, evtl. Quellensteuer)
  • Probezeit
  • Versicherungen

Für die Lohnfortzahlung sind in der Schweiz drei verschiedene Tabellen massgeblich, die gemäss Sitz des Vereins zur Anwendung kommen.

Personalfürsorge, d.h. Pensionskassenleistungen und Nichtberufsunfallversicherung müssen ebenfalls geregelt sein, sofern dies für Angestellte von Elternvereinen HSK überhaupt in Frage kommt. Die Nichtberufsunfallversicherung wird erst dann vom Arbeitgeber zu Lasten der Arbeitnehmenden erhoben, wenn die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit mehr als 8 Stunden beträgt. Die berufliche Vorsorge nach dem BVG wird erst relevant, wenn das Jahreseinkommen CHF 21‘060 übersteigt (Stand 1.1.2013). 

Das Vorgehen für die korrekte Anmeldung der Arbeitsverhältnisse und Abrechnung des Lohns wird auf folgender Website Schritt für Schritt erläutert: www.seco.admin.ch.

Für den seltenen Fall, dass einer Angestellten bzw. einem Angestellten des Elternvereins HSK gekündigt werden muss, gibt folgender Link Informationen zur korrekten Vorgehensweise: www.ch.ch > Arbeitsvertrag.