Arbeitsvertrag

Jede Arbeitnehmerin, jeder Arbeitnehmer hat das Recht auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag. 

Lehrerinnen und Lehrer HSK werden meistens im Stundenlohn bezahlt. Auf diesen Lohn müssen – mit wenigen Ausnahmen – Lohnnebenkosten bezahlt werden. 

Ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen in der Schweiz eine Arbeitsbewilligung, Ausnahme sind Personen mit C-Bewilligung.

Arbeitsverträge für Mitarbeitende werden von den Vereinen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen gemäss Art. 319ff des Obligationenrechts (OR) ausgestaltet. In der Regel erhalten die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Koordinatorinnen und Koordinatoren einen Einzelarbeitsvertrag (einen Modellvertrag finden Sie HIER). 

Arbeitsbewilligung

Einige ausländische Arbeitnehmende brauchen in der Schweiz eine Arbeitsbewilligung, die vom Arbeitgeber beantragt werden muss. Das kann für Lehrerinnen und Lehrer HSK relevant sein und muss deshalb abgeklärt werden. Arbeitnehmende mit Aufenthaltsbewilligung C benötigen keine Arbeitsbewilligung.

Beim Staatssekretariat für Migration finden sich alle Informationen zu den Arbeitsbewilligungen unter www.sem.admin.ch > Einreise & Aufenthalt > Arbeit/Arbeitsbewilligungen

 

Grenzgängerbewilligung

Eine Grenzgängerbewilligung wird benötigt, wenn Sie im Ausland wohnen und in der Schweiz arbeiten. Grenzgängerinnen und Grenzgänger müssen mindestens einmal pro Woche an den ausländischen Wohnort zurückkehren.

Gesuch: Die kantonalen Behörden des Arbeitsortes erteilen die Grenzgängerbewilligung. Für die Ausstellung einer Grenzgängerbewilligung muss ein Arbeitsvertrag vorliegen. Für EU-BürgerInnen muss vom Arbeitgebenden eine Arbeitsbescheinigung ausgefüllt werden. Der Arbeitgebende reicht das vollständig ausgefüllte Gesuch, zusammen mit einer Ansässigkeitsbescheinigung vom Wohnort, bei der zuständigen Behörde ein.

Im Kanton BS: www.bdm.bs.ch > Arbeiten > Grenzgängerbewilligung

Im Kanton BL: www.baselland.ch > Politik und Behörden > Direktionen > Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion > KIGA > Bewilligungen > Arbeitsbewilligung > Neuer Ausweis für Grenzgänger/-innen

Im Kanton ZH: www.zh.ch > Sicherheitsdirektion > Migrationsamt > Formulare > Gesuch um Grenzgängerbewilligung

Für die Erteilung einer Grenzgängerbewilligung an Angehörige von Nicht-EU-Ländern (Drittstaatsangehörige) und von Kroatien (noch bis am 20.06.2022) bestehen besondere Regelungen (Inländervorrang). Drittstaatsangehörige müssen ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in einem Nachbarstaat der Schweiz besitzen. Das Gesuch für Drittstaatsangehörige ist umfangreicher als für EU/EFTA-Staatsangehörige. Es beinhaltet unter anderem eine ausführliche Begründung sowie Kopien von Zeugnissen. Der Arbeitgebende muss belegen, dass er keine für diese Stelle qualifizierte Person in der Schweiz oder in EU/EFTA gefunden hat.

Steuern: Bilaterale Abkommen zwischen der Schweiz, Deutschland und Frankreich regeln die Besteuerung der Einkünfte.

Sozialversicherungen: Grenzgänger/-innen unterstehen dem Sozialversicherungsrecht eines einzigen Landes. In der Schweiz ist die jeweilige Ausgleichskasse dafür zuständig rechtsverbindlich zu klären, welchem Sozialversicherungsrecht eine Person unterstellt ist.

Bei grenzüberschreitenden Fragen zu Deutschland, Frankreich und der Schweiz können die INFOBEST-Stellen (www.infobest.eu) oder das zuständige Migrationsamt weiterhelfen.

Lohn

Bei der Bemessung der Löhne für die Lehrerinnen und Lehrer sowie der Koordinatorin, dem Koordinator sollten sich die Elternvereine HSK an den gängigen Salären im Bereich HSK orientieren. Die Ansätze variieren je nach Anbieter stark.