Buchhaltung für den Verein

Jeder Verein ist verpflichtet, Buchhaltung zu führen, das heisst Einnahmen und Ausgaben mit weiteren Informationen aufzulisten.

Alle Belege müssen möglichst schnell in die Buchhaltung übernommen werden. Im Budget ist die finanzielle Planung der Vereinsaktivitäten für das Jahr festgehalten. Das Schlussresultat aller finanziellen Aktivitäten in einem Jahr wird in der Erfolgsrechnung zusammengefasst.

 

Revision

Für Vereine sind die Vorschriften über die Revision in Artikel 69b ZGB festgelegt:

Art.69b ZGB - Revisionstelle

1 Der Verein muss seine Buchführung durch eine Revisionsstelle ordentlich prüfen lassen, wenn zwei der nachstehenden Grössen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren überschritten werden:

  1. Bilanzsumme von 10 Millionen Franken
  2. Umsatzerlös von 20 Millionen Franken
  3. 50 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt

Grundlagen

Alle Vereine sind gesetzlich verpflichtet (Art. 69a ZGB), über die Einnahmen und Ausgaben sowie über die Vermögenslage des Vereins Buch zu führen, d.h. jeder Verein ist zur Buchführung verpflichtet. Allerdings macht das Gesetz keine Vorgaben zur Art der Buchführung. Die Vereinsleitung hat lediglich dafür Sorge zu tragen, dass die Geschäftsbücher in der für die Grösse des Vereins geeigneten Form geführt werden.

Daher genügt für kleine Vereine, z.B. Elternvereine HSK, eine einfache Buchführung in Form einer zweispaltigen Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben.

Kontenrahmen

Mit Beginn der Geschäftstätigkeit durch Ein- und Auszahlungen werden die Vermögens- und Kapitalwerte eines Vereins ständig verändert. Deshalb müssen die Aktiven und Passiven laufend angepasst werden. Dies geschieht, indem Konten für sämtliche Aktiv- und Passivposten geführt werden. Der Kontenrahmen (KMU) dient in der Schweiz sämtlichen Unternehmungen für die systematische Ordnung der Konten.

Erfolgsrechnung

In der Erfolgsrechnung werden die Ein- und Ausgaben gegenübergestellt, sodass Gewinn oder Verlust detaillierter erklärt werden können.

Wie in der Bilanz finden sich manchmal auch in der Erfolgsrechnung nur wenige Positionen bzw. kleine Beträge. Deutlich wird es am nachfolgenden Beispiel für die Aufstellung der Erfolgsrechnung eines Elternvereins HSK:

Bilanz

In einer Bilanz werden Vermögen und Verpflichtungen einander gegenübergestellt, um herauszufinden, ob der Verein einen Gewinn oder Verlust gemacht hat. Die Bilanz ist das Schlussresultat aller finanziellen Aktivitäten, die im Laufe eines Jahres getätigt wurden. Sie wird auf einen Stichtag, normalerweise zum 31.12. eines Jahres erstellt.

Die meisten kleineren Vereine verfügen nicht über ein grosses Vermögen. Entsprechend übersichtlich ist auch die Bilanz.

Budget

Das Budget ist die finanzielle Planung der Vereinsaktivitäten für das kommende Jahr. Dazu werden in der Regel die Jahresrechnungen der vergangenen Jahre und die geschätzten zukünftigen Entwicklungen herangezogen. Viele Vereine sehen eine Genehmigung des Budgets in der MV vor, was sich nicht in jedem Fall empfiehlt, da diese üblicherweise im Frühling oder Spätsommer stattfindet, womit es für die Budgetgenehmigung zu spät bzw. zu früh ist. Besser wäre es deshalb, das Budget vom Vorstand absegnen zu lassen und in der MV zur Information vorzulegen (Zöbeli, Exer, Baumann 2010, S. 68). Besonders anschaulich wird ein Budget, wenn es in die Erfolgsrechnung integriert ist und im Vergleich zum Vorjahresbudget steht.