Steuern

Personen und Organisationen müssen Steuern bezahlen. Elternvereine HSK können als gemeinnützige Vereine anerkannt werden und auf Antrag an die kantonale Steuerverwaltung von der Steuerpflicht befreit werden.

Mit den Steuern, die wir alle zahlen, sichert sich der Staat die Einnahmen, die er benötigt, um z.B. Sozialleistungen oder Unterstützungsmassnahmen auszurichten. Wir zahlen aber nicht nur als natürliche Personen Steuern. Auch Vereine unterliegen als juristische Personen der Steuerpflicht. Damit wir wissen, welche Steuern unser Verein leisten muss, haben die Kantone Wegleitungen erstellt, die jeweils im Internet bei der kantonalen Steuerverwaltung zu finden sind. Im Folgenden werden die Steuern aufgelistet, die für kleine und mittlere Elternvereine HSK relevant sind.

 

Direkte Steuern: Bundessteuern, Kantons- und Gemeindesteuern

Vereine sind juristische Personen und unterliegen der Steuerpflicht (Kapital- und Gewinnsteuer). Gemeinnützige Vereine können sich aber von der Steuerpflicht befreien, indem sie einen Antrag auf Steuerbefreiung bei der kantonalen Steuerverwaltung einreichen. Den Nachweis für ihre Gemeinnützigkeit müssen Vereine mit ihren Statuten und den Jahresrechnungen erbringen. Anträge auf Befreiung werden an die kantonalen Steuerbehörden gerichtet (ein Beispiel eines Musterbriefs finden Sie HIER). Elternvereine für Unterricht HSK können mit Aussicht auf Erfolg entsprechende Anträge stellen, wenn die in den Statuten festgehaltenen Vereinsaktivitäten nicht nur den Mitgliedern, sondern auch der Öffentlichkeit zugute kommen. Zur Erhaltung der Befreiung von der Kapital- und Gewinnsteuer müssen steuerbefreite Vereine den Steuerbehörden regelmässig Auskunft über Herkunft und Verwendung ihrer finanziellen Mittel geben.

Ist der Verein steuerbefreit, so können die Mitglieder ihre Beiträge bzw. Spenderinnen und Spender ihre Zuwendungen in ihrer eigenen Steuererklärung zum Abzug bringen. Der Verein sollte dafür jährlich spätestens im Februar allen Spenderinnen und Spendern ab CHF 100 eine Spendenbescheinigung zukommen lassen. Schulgelder gelten nicht als Spenden. Die Spendenbescheinigung enthält Informationen, wer wieviel in welchem Jahr gespendet hat. In der Bescheinigung muss klar werden, welcher Verein unterstützt wurde (evtl. Logo), und bestätigt werden, dass der Verein gemeinnützig und steuerbefreit ist.

 

Indirekte Steuern: Verrechnungssteuern und Mehrwertsteuern

Verrechnungssteuer:

Bei Zinserträgen von Bankguthaben, welche quartalsweise oder halbjährlich gutgeschrieben werden, werden 35% Verrechnungssteuer abgezogen. Zinserträge bis CHF 200 pro Jahr sind davon befreit.

Die Verrechnungssteuer kann bei der eidgenössischen Steuerverwaltung mit dem entsprechenden Formular zurückgefordert werden: www.estv.admin.ch > Verrechnungssteuer > Dienstleistungen.  Die Verrechnungssteueransprüche verfallen nach 3 Jahren. 

Mehrwertsteuer:

Gemeinnützige Vereine müssen erst bei einem mehrwertsteuerpflichtigen Umsatz von mehr als CHF 150‘000 mit der Steuerverwaltung abrechnen. Die allermeisten Elternvereine HSK verzeichnen keinen Umsatz in dieser Höhe.

Die Mitgliederbeiträge werden nicht zum mehrwertsteuerpflichtigen Umsatz gerechnet.