Lohnnebenkosten

  • AHV und Unfallversicherung
  • Quellensteuer
  • Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

 

AHV und Unfallversicherung

Alle Einkommen sind grundsätzlich AHV-pflichtig. Es gibt folgende Ausnahmen:

  • Rentnerinnen und Rentner haben einen Freibetrag von CHF 1‘400.00 pro Monat (Stand November 2012).
  • Beiträge auf geringfügigen Lohn: vom massgebenden Lohn, der pro Arbeitgebenden den Betrag von CHF 2‘300.00 im Kalenderjahr nicht übersteigt, werden die Beiträge nur auf Verlangen des Versicherten erhoben. Aber die Unfallversicherung muss bei entsprechender Arbeitszeit trotzdem bezahlt werden. Auch für einen geringfügigen Lohn muss ein Lohnausweis ausgestellt werden (Stand November 2012).

Merkblätter mit allen notwendigen Informationen finden sich unter www.ahv-iv.info.

 

Quellensteuer

Schweizer Staatsangehörige zahlen ihre Steuern am Jahresende. Von ausländischen Arbeitskräften (ohne C-Bewilligung) wird der Steuerbeitrag jeden Monat durch den Arbeitgeber direkt an der Quelle als sogenannte Quellensteuer abgezogen.

Der Arbeitgeber zieht die Quellensteuer vom AHV-pflichtigen Lohn ab und leitet sie an die Ausgleichskasse weiter. Wie hoch die Quellensteuer ausfällt, ist je nach Kategorie, der eine Person angehört (u.a. Zivilstand, Neben- oder Haupteinkommen), unterschiedlich. Bei der Anmeldung bei der Steuerverwaltung erhält der Arbeitgeber Informationen zum Tarif. Der Arbeitnehmer erhält eine Bescheinigung über die abgelieferte Steuer, welche er seiner Steuerdeklaration beilegt. Der Arbeitgeber haftet für die Quellensteuer.

HIER findet sich eine Übersicht über die zuständigen Behörden für die Quellensteuer nach Kanton.

 

Vereinfachtes Abrechnungsverfahren

Arbeitgeber, deren Arbeitsverhältnisse nur einen geringen Umfang haben, können von dem einfachen Abrechnungsverfahren für Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV/Familienzulagen) und gleichzeitig der Quellensteuer Gebrauch machen. Abrechnung und Bezug der Sozialversicherungsbeiträge sowie der Quellensteuer erfolgen dann nur einmal pro Jahr mit der zuständigen Ausgleichskasse als einzigem Ansprechpartner. Voraussetzung ist, dass keine Beiträge nach dem BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge) entrichtet werden müssen. Die meisten Elternvereine HSK können dieses Verfahren anwenden.

Ein Merkblatt zum Thema Versicherung und Steuern für Arbeitgeber finden Sie HIER oder unter www.ahv-iv.info. Hinweis: Für Selbständigerwerbende, die im Auftrag des Vereins tätig sind, gelten andere Vorgaben, siehe Merkblatt:  "2.02 - Beiträge der Selbständigerwerbenden an die AHV, die IV und die EO" (HIER).