HSK

Die Elternvereine HSK spielen eine wichtige Rolle bei der Integration. Sie helfen Eltern, Kontakte zu knüpfen, und ermöglichen es den Kindern und Jugendlichen, ihre Kenntnisse in der Sprache oder den Sprachen ihrer Eltern zu vertiefen. Wer die Sprache/n der Eltern gut spricht, kann jede weitere Sprache schneller lernen.

Der Unterricht HSK findet in Schulhäusern statt. Kinder und Jugendliche lernen in ihren Herkunftssprachen sprechen, verstehen, lesen und schreiben. Sie lernen auch, unterschiedliche Kulturen, Werte und Normen miteinander zu vergleichen, zu verstehen und zu respektieren.

Leistungsbeurteilung im Unterricht HSK

Schülerinnen und Schüler HSK erhalten eine Beurteilung ihrer Leistungen im Unterricht. Diese Beurteilung dokumentiert die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in der Herkunftssprache und beurteilt die Leistungen im Fach. Eine solche Dokumentation kann bei Schulwechsel, Lehrstellen- oder Arbeitssuche wichtig sein.

Die Leistungsbeurteilung im Unterricht HSK dient der Lernförderung der Schülerinnen und Schüler. Die ganzheitliche Beurteilung umfasst sowohl die Leistung in den verschiedenen Fächern wie auch das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten. Sie hilft den Kindern, Selbstvertrauen, Vertrauen in ihr Können und ihre Leistungsfähigkeit aufzubauen und zu verstärken.

Der Besuch des Unterrichts

Unterricht HSK ist die Abkürzung für Unterricht in Herkunftssprache und Kultur. Hier werden Schülerinnen und Schüler in der Herkunftssprache ihrer Familie unterrichtet. Der Besuch ist freiwillig, mit einer Anmeldung verpflichten sich die Eltern aber zur regelmässigen Teilnahme bis jeweils Ende Schuljahr. Moderner Unterricht HSK zeichnet sich dadurch aus, dass er integrierend wirkt, die eigene und gegenseitige Wertschätzung fördert und persönlichkeitsbildend ist, sich mit unterschiedlichen Normen und Werten auseinandersetzt und Brücken schlägt zu den in den Regelklassen vermittelten Inhalten und Themen. Zum Nachweis der Sprachkompetenz wird diese in einem separaten Beurteilungsformular festgehalten, das dem Zeugnis der öffentlichen Schule beigelegt werden kann (Infos dazu finden Sie hier).

Ziele des Unterrichts

Der Unterrichtslehrplan, der von den Trägerschaften erarbeitet werden muss, richtet sich nach dem Rahmenlehrplan für Heimatliche Sprache und Kultur (HSK). Dieser wurde von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich in Zusammenarbeit mit den Trägerschaften HSK erarbeitet und findet schweizweit Anerkennung. Details zum Thema finden Sie hier und www.vsa.zh.ch/hsk. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft nahmen den Zürcher Lehrplan offiziell als kantonale Vorgabe auf und erarbeiteten eine Beilage, die die speziellen Rahmenbedingungen der beiden Kantone darstellt.

Rahmenlehrplan für Heimatliche Sprache und Kultur (HSK)

Der Rahmenlehrplan hilft den HSK-Trägerschaften bei der Planung des Unterrichts. Er ist wichtig, damit HSK Lernziele vereinheitlicht werden können. Für Trägerschaften ist es Ziel, den Unterricht am Rahmenlehrplan zu orientieren, die Lehrerinnen und Lehrer erarbeiten ihre eigenen Lehrpläne.

Der „Rahmenlehrplan für Heimatliche Sprache und Kultur (HSK)“ wurde 2011 von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich als zweite Auflage herausgegeben:  www.vsa.zh.ch/hsk

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft verlangen seinen Einsatz und schrieben eine Beilage: 

https://www.edubs.ch/unterstuetzung/sprachen/hsk/Traegerschaften      

 

Unterrichtsformen

Der Unterricht wird entweder von Botschaften oder Konsulaten oder nichtstaatlichen Elternvereinen angeboten. Der Unterricht HSK kann „traditionell“ oder in Basel-Stadt auch „integriert“ angeboten werden:

Im „traditionellen“ Unterricht HSK werden Kinder und Jugendliche der jeweiligen Sprachen aus verschiedenen Schulorten zusammengezogen und auf ihrer Klassenstufe oder auch stufenübergreifend unterrichtet. Der Unterricht orientiert sich in der Regel an den Lehrplänen und Vorgaben der jeweiligen Herkunftsländer sowie am Rahmenlehrplan HSK. Er findet oft an einem schulfreien Nachmittag, nach dem Schulunterricht oder am Samstagmorgen statt. In der Regel wird der Unterricht ab Kindergarten oder ab der 1. Primarklasse angeboten. Die Kantone empfehlen 2-3 Lektionen wöchentlich. Die Kursanmeldung erfolgt über die öffentlichen Schulen oder über die Koordinationspersonen der Anbietenden.

Allgemeine Informationen

Die Grundlagen des Unterrichts HSK sind nationale und kantonale Vorgaben und Vereinbarungen. Auf nationaler Ebene unterstützen die Empfehlungen der EDK sowie das HarmoS-Konkordat Massnahmen zur Förderung des Unterrichts HSK. Auf kantonaler Ebene gelten rechtliche Vorgaben für die Anerkennung der Trägervereine HSK.

Die kantonalen Fachstellen prüfen, ob ein Trägerverein die Anforderungen für die Anerkennung erfüllt. Anerkannte Vereine HSK benutzen die Schulräume kostenlos. Die Lehrerinnen und Lehrer HSK können Weiterbildungen des Kantons besuchen.

Der Unterricht HSK findet im Rahmen nationaler und kantonaler Vorgaben statt. Das sogenannte Sprachengesetz (Bundesgesetz vom 5. Oktober 2007 über die Landessprachen und die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften) und die Empfehlungen der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) bilden die nationalen Rahmenbedingungen. Die kantonalen Bedingungen sind von Kanton zu Kanton verschieden, in Basel-Stadt und Basel-Landschaft aber auf Grund langjähriger intensiver Zusammenarbeit weitgehend gleich.

Nationale Vorgaben

In der Schweiz tragen die Kantone die Hauptverantwortung für Bildung und Kultur. Sie koordinieren ihre Arbeit auf nationaler Ebene, dafür bilden die 26 kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren eine politische Behörde: die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK (www.edk.ch).